Montagsdemonstration 13.12. in Stuttgart – meine Rede in vollem Wortlaut

Hallo zusammen, liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter, liebe Freunde

Nach Heiner Geißler`s Schlichterspruch wurde in der Aktuellen Stunde des Bundestags von der CDU öfter gesagt, es gäbe nun zu Stuttgart 21 keine Verlierer. Da kann ich nur sagen, das stimmt so nicht !!!

Wenn Stuttgart 21 realisiert wird, gibt es sogar sehr viele Verlierer.

Da sind zunächst einmal die Menschen mit ihren elektrischen und Schiebe – Rollstühlen. Sie sind bei einem durchfahrenden Bahnhof auf Aufzüge angewiesen. Aufzüge sind häufig außer Betrieb. Das bedeutet, man kommt nicht aufs Gleis und kann die Bahn nicht nutzen. Komme ich aber mit meinem schweren E-Stuhl mit der Bahn an und treffe auf einen defekten Lift, dann bin ich ganz schön gelackmeiert. Und die, die mich dann hochtragen müssen, auch !!! Ähnliche, vielleicht nicht so gravierende, aber trotzdem ärgerliche Probleme haben auch alte Menschen mit Rollatoren , junge Familien mit Kinderwägen und Buggies, Menschen mit Fahrrädern oder mit viel Gepäck und nicht vergessen, im Winter ganz aktuell, Menschen mit vorrübergehender Behinderung, weil sie sich beispielsweise beim Skifahren das Bein gebrochen haben !!! Ein Kopfbahnhof besticht hier mit null Ausfallzeiten und null zusätzlichen Investitions- und Betriebskosten. Schon alleine deshalb lohnt es sich: oben bleiben 

Völlig unverständlich ist auch die Taktzeitplanung beim Ein- und Ausstieg von 1 ½ Minuten und 3 -5 Minuten beim Umsteigen in andere Züge. Dies sind die vorgetragenen Bedingungen, die Stuttgart 21 erst rentabel machen sollen. Fahren aber Menschen im Rollstuhl mit, kann man diese Zeiten vergessen und ist die Verspätung schon mit einkalkuliert.

Denn leider hat man geflissentlich in den letzten 30 Jahren die Forderung der Behindertenverbände überhört und ignoriert, Fahrzeuggebundene Hebebühnen in den Waggons einzuplanen.  Also muss die Kurbel-Hebebühne auf Rädern erst umständlich zum Waggon gefahren werden, dann manuell hochgekurbelt und danach richtig platziert werden, dann kann man mit dem Rollstuhl drauf fahren, wird wackelig zur Seite geschoben und heruntergekurbelt. Danach müssen Beide, Rollstuhlnutzer und Hebebühne mit dem Lift, der hoffentlich funktioniert, zum andern Bahngleis, um die Sache in umgekehrter Weise zu wiederholen.

Liebe Freunde, mit 1 ½ Minuten ist hier garantiert niemand dabei !!! Das bedeutet Verspätungen. Diese verärgern natürlich die Mitfahrer, die selbstverständlich auf Einhaltung der Fahrpläne pochen. Das tue ich im Übrigen auch. Und ganz zu schweigen von dem Stress, den die Mitarbeiter der Bahn zu ertragen haben.  Wer, so frage ich, ist dann hier schnell der Buhmann ? Ich natürlich, weil ich auf diese Hebebühne angewiesen bin und die Verzögerungen verursache.

Das ist für mich geplante Diskriminierung !!!

Doch verloren haben wir Alle im Falle eines Brandes, eines größeren Unfalls oder einer ähnlichen Katastrophe. Im Ernstfall darf nämlich niemand Aufzüge benutzen. Bei Stromausfall wäre man in ihnen gefangen und würde im Brandfall in ihnen unweigerlich ersticken. Denn die Liftschächte würden automatisch zu Kaminschächten und sind deshalb besondere Qualmfänger. Barrierefreie Fluchtwege müssten also ohne Strom mit Rampen realisiert werden. Die wären aber entweder viel zu Steil oder bräuchten eine viel zu lange Wegstrecke. Beides wiederum ist für Mobilitätsbehinderte nicht zu schaffen. Fazit für Mich: Wer Stuttgart 21 will, nimmt billigend in Kauf, dass wir Menschen mit Mobilitätsproblemen  verloren sind und sterben oder zumindest übermäßig bedroht und in Gefahr sind. Das alleine schon ist die absolute Diskriminierung !!! Ein Kopfbahnhof  indessen bietet natürlich die besten und günstigsten Fluchtwege, weil keine verschiedenen Ebenen überwunden werden müssen und nur breite Ausgangstüren notwendig sind. Er ist also die sicherste Relevante und das auch noch ohne zusätzliche Kosten. Deshalb gilt auch hier:  oben bleiben !!!

Verlierer sind auch blinde und sehbehinderte Menschen, und auch Menschen mit Lernschwierigkeiten – so wollen Menschen mit geistiger Behinderung heute genannt werden.

Sie haben größere Probleme mit der Orientierung. Es ist logisch, dass die Orientierung auf einer Ebene viel einfacher ist als auf Mehreren. Nur der Erhalt des Kopfbahnhofs ist die richtige Lösung. Doch hier muss ich anmahnen, dass der jetzige Bahnhof auch schon lange nicht mehr auch nur annähernd den Standards und Din-Normen für barrierefreie öffentliche Einrichtungen entspricht.  Blinde und sehbehinderte Menschen benötigen ein Leitsystem mit unterschiedlichen Bodenmarkierungen, sowohl farblich als auch mit unterschiedlicher Beschaffenheit zum Erfühlen. Dass muss dringend gemacht werden. Der Kopfbahnhof muss dringend modernisiert werden.

Gehörlose und schwerhörige Menschen haben oft Probleme mit ihrem Innen- und Mittelohr. Das verursacht Schmerzen und Schwindelgefühle bis hin zur kurzen Orientierungslosigkeit bei raschen Höhenveränderungen. Ein Kopfbahnhof wirkt dem entgegen. Doch auch für Sie müsste der jetzige Bahnhof dringend modernisiert und mit Induktionsschleifen, Lichtsignalen und mehr schriftlichen Hinweistafeln ausgestattet werden.

Fällt die Entscheidung auf den Kopfbahnhof, können blinde, sehbehinderte, gehörlose und schwerhörige Menschen viel schneller mit diesen modernen Standards rechnen als bei der geplanten Variante unter der Erde. Ich finde, dass ist noch ein großer Minuspunkt gegen S21, deshalb kommt nichts anderes in Frage als oben bleiben.

Zum Schluss dieser kurzen Liste, die leider beinahe endlos so fortgeführt werden könnte, gehört zu den großen Verlierern dieser Schlichtungsentscheidung das Land Baden-Württemberg selbst. Mit den Milliarden, die eingespart werden könnten, wenn der Kopfbahnhof modernisiert und weiter genutzt werden würde;  könnte man alte, stillgelegte Strecken im ländlichen Raum wieder flott machen und die Dörfer öfter mit Bahn und Bussen anfahren: das wäre die richtige Mittelverwendung !!! Davon würden vor Allem Kinder, Jugendliche, Menschen mit Behinderungen und alte Menschen profitieren. Denn sie können in der Regel keine Autos nutzen. Sie wären dann die Gewinner. Und nicht nur eine Handvoll Reisender mit ein paar Minuten Zeitgewinn.

Wenn man mit den Einsparungen sämtliche Bahnhöfe in Baden-Württemberg modernisieren und barrierefrei gestalten würde. Auch das wäre die richtige Mittelverwendung. Denn im Moment sind weniger als die Hälfte der Bahnhöfe im Ländle für Menschen mit Behinderungen nutzbar. Es fehlen Orientierungshilfen in Form von Farbiger und unterschiedlichen Bodenstrukturen für Sehbehinderte und Blinde, es fehlen Induktionsschleifen und Licht- und andere Signale für Hörbehinderte, es fehlen einfache Symbole für Menschen mit Lernschwierigkeiten, es fehlen Möglichkeiten zur Überquerung der Bahnsteige für Mobilitätsbehinderte und wenn die barrierefreien Bahnhöfe nicht personell besetzt sind, kommt man alleine nicht in die Bahn rein oder raus. So wie in meinem Wahlkreis Ravensburg – dort bin ich Landtagskandidat der LINKEN -, wo der Bahnhof, obwohl vorbildlich barrierefrei gestaltet, für unsereiner am Wochenende, am Abend, in der Nacht und am frühen Morgen NICHT nutzbar ist. Das ist doch unglaublich, oder ?

Liebe Freunde, auch Baden-Württemberg hat der UN-Behindertenrechtskonvention zugestimmt. Darin heißt es in Artikel 9 „ Zugänglichkeit Barrierefreiheit“:

„Um Menschen mit Behinderungen … die volle Teilhabe in allen Lebensbereichen zu ermöglichen, treffen die Vertragsstaaten geeignete Maßnahmen mit dem Ziel, für Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt mit anderen Zugang zur physischen Umwelt, zu Transportmitteln, … usw … zu gewährleisten. Diese Maßnahmen, welche die Feststellung und Beseitigung von Zugangshindernissen und -barrieren einschließen, gelten unter anderem für Gebäude, Straßen, Transportmittel sowie andere“ … usw.usf.

Wenn Baden-Württemberg die UN-Behindertenrechtskonvention nicht Missachten möchte, dann darf es Stuttgart 21 niemals geben.

Da wir aber wissen, dass die momentane Regierung sich in diesem Punkt ziemlich festgebissen hat, nehmen wir gerne Frau Merkels Vorschlag auf und zeigen spätestens am bei den Landtagswahlen am 27. März, was wir von Stuttgart 21 halten

Ich danke für Eure Aufmerksamkeit    –      Oben Bleiben !!! 

Pssss., das steht nicht in der Rede, ist aber klar, das wir das Zeigen, indem wir DIE LINKE wählen. Oder ? Natürlich !!!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Offener Brief an Kreis und Stadt Ravensburg

Offener Brief an

Herrn  Kurt Widmaier, Landrat im Landratsamt Ravensburg

 Herrn Dr. Daniel Rapp, Oberbürgermeister der Stadt Ravensburg

 Sehr geehrter Herr Landrat Widmaier, Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dr. Rapp,

 sicherlich haben Sie über die Presse vernommen, dass ich zum Landtagskandidat für den Wahlkreis 69 Ravensburg gewählt wurde. Aufgrund meiner eigenen Behinderung habe ich selbstverständlich mit großem Interesse gleich mehrere Themenblöcke aus der Presse gelesen, die Menschen mit Behinderungen betreffen. Deshalb möchte ich Sie Beide um ein gemeinsames Gespräch mit Ihnen, unserem Kreisvorstand Reinhard Gumz und mir bitten.

Themenpunkte sollten hier folgende sein:

Mit Schrecken und auch ein bisschen verärgert über die Art und Weise habe ich am 12. Oktober aus der Schwäbischen Zeitung  zur Kenntnis genommen, das Menschen mit Behinderungen eine besonders hohen Kostenfaktor darstellen mit der Eingliederungshilfe für die Kostenübernahme in eine stationäre Behandlungseinrichtung, das ambulant betreute Wohnen oder die Werkstatt für Behinderte. Wirklich schlimm finde ich, was hier für ein Bild des betroffenen Personenkreises geschaffen wird. Zudem wird völlig übersehen, dass gerade der Kreis Ravensburg sehr von diesen Einrichtungen profitiert, schaffen sie doch sehr viele Arbeitsplätze. Dabei ist aber leider davon auszugehen, dass die Einrichtungen nicht immer im Sinne von Selbstbestimmung und inklusiver Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für Menschen mit Behinderungen arbeiten.

Dasselbe gilt für Ihre Sorge über die immer höheren Sonderschülerzahlen im Kreis.

Ein weiteres Thema ist der öffentliche Nahverkehr im Kreis und in der Stadt Ravensburg. Immer noch nicht sind im Stadtverkehr alle Busse zu 100 % barrierefrei. Wie soll man da seine Fahrt, seine Termine organisieren und terminieren ? Und möchte man ins Umland, in die Dörfer, ist hierzu keine Möglichkeit gegeben, da hier nahezu alle Fahrzeuge nicht barrierefrei sind. Dann wird auch noch gutes, wie kurze Abstände zwischen den Bushaltestellen, politisch schlecht geredet mit dem Ziel, den Bus in der Fußgängerzone abzuschaffen um eventuell mehr Umsatz zu erwirtschaften.

Weiterer Brennpunkt ist aber gerade dies Fußgängerzone in Ravensburg, die für viele Bevölkerungsgruppen einfach zu Stolperfallen und Hindernissen gestaltet wurde – selbst die neu gestalteten Stellen. Der Ausspruch, man müsse eine sorgfältige Abwägung zwischen der Begehbarkeit/Befahrbarkeit und der Gestaltung treffen (nachzulesen am 8.10. in der Schwäbischen Zeitung) ist ja wohl mehr als unangebracht. Denn hier nehmen Sie bewusst die gesundheitliche Gefährdung Ihrer BürgerInnen in kauf !

 Auch muss man dringend über neue Möglichkeiten der ambulanten Versorgung von behinderten und alten Menschen reden. Denn schon lange sind Pflegeheime nicht mehr adäquates Versorgungsmittel und auch nicht mehr akzeptabel, spätestens jedoch seit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention.

Wegen dieser Gründe bitte ich um ein Gespräch, gerne auch mit Ihren Behindertenbeauftragten von Kreis und Stadt.

Mit freundlichen Grüßen,

Gotthilf Lorch, Landtagskandidat im Wahlkreis 69 Ravensburg für DIE LINKE 

Weiter geht das Schreiben an die Schwäbische Zeitung rv@schwaebische-zeitung.de

und wird veröffentlicht in https://gotthilf.wordpress.com/

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Nicht veröffentlichter Leserbrief zum Artikel der Schwäbischen Zeitung vom Freitag, den 8. Oktober 2010 „Senioren klagen über gefährliches Pflaster“

Ein Schildbürgerstreich ! Steine ausgraben und danach schnell wieder eingraben, nur etwas enger verfugt bringt gar nichts. Jeder/r kann sich vorstellen, nach dem nächsten Winter, wenn Eis die Fugen wieder brüchig gemacht haben, wenn Lastwagen zur Anlieferung, Busse zum Transport und Abräumfahrzeuge über das alte, neue Pflaster gefahren sind, sind die Steine wieder krumm, schief und weit auseinander und wieder mächtige und gefährliche Stolpersteine für Rollstuhl-, Rollator- und GehstocknutzerInnen, sowie alte Menschen und Gehbehinderte. Aber nicht nur sie leiden darunter. Sondern auch KinderwagenschieberInnen, RollkofferträgerInnen und schicke Damen in ihren Stöckelschuhen. Also bleibt die Bachstraße (und Andere) weiterhin für ein großes Nutzerpotenzial eine Katastrophe.

Zwei Fragen hätte ich da noch an die Ravensburger Stattverwaltung. Warum sind an anderer Stelle die von Ihnen beschriebenen „gut begehbare Flächen“ immer wieder mit Stolpersteinen unterbrochen ? Und mit welchem Recht machen Sie eine sorgfältige Abwägung zwischen der Begehbarkeit/Befahrbarkeit und der Gestaltung und nehmen dabei die gesundheitliche Gefährdung Ihrer BürgerInnen in kauf ?

Frau Bräuer, ich ärgere mich mit Ihnen über so viel Ignoranz !!!

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Keine Kandidatenleserbriefe in der Schwäbischen Zeitung

Die Schwäbische Zeitung ist die meistgelesene Tageszeitung im Kreis Ravensburg. Leider veröffentlicht sie keine Leserbriefe von Kandidaten. Ihre Befürchtung ist, dass die Leserbriefsparte bald ausschließlich zur Wahlkampfplattform missbraucht werden könnte und damit der eigentliche Sinn der Leserbriefsparte, Lesermeinung Raum zu geben, verdrängt wird. Man kann darüber denken, wie man will, aber vielleicht haben sie ja schon ein bisschen recht.

Damit ich trotzdem meine Meinung auch über Themen, die die Schwäbische Zeitung aufgreift, zeitnah öffentlich machen kann, nutze ich diesen Blog ab jetzt auch für leserbriefähnliche Statements/Meinungsäußerungen.

Es würde mich freuen, wenn Du mich ab und zu besuchen und auch kommentieren würdest. Dabei musst Du selbstverständlich nicht unbedingt meiner Meinung sein. Denn Diskussion ist wichtig und hält uns alle lebendig. Über RSS wirst Du sogar benachrichtigt, wenn hier Neues vorliegt.

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Vorstellung im Kreisverband Ravensburg am Freitag, den 8.10.2010

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Genossinnen und Genossen,

nicht immer laufe ich so schick durch die Gegend wie auf obigem Bild. Meistens bin ich normal angezogen – das alleine schon wegen meiner Behinderung – es ist einfach bequemer so. Doch nun, Spaß beiseite, komme ich zu meinem Anliegen.

Ich möchte mich gerne bei Euch, also im Kreisverband Ravensburg der Linken, als Euer Direktkandidat  zur Landtagswahl in Baden Württemberg am 27. März 2011 bewerben.

Ich wohne zusammen mit meiner Frau Anița in Tübingen und arbeite dort als Sozialarbeiter für eine kleine Stiftung, der Stiftung Alten und Behindertenhilfe, Weingarten. Ich berate Menschen mit Behinderungen in Angelegenheiten der Pflege, Pflegeversicherung, Assistenz, Hilfsmittelversorgung  und zur Erlangung eines selbstbestimmten und selbständigen Lebens. Ich helfe Menschen mit Behinderungen in Rumänien mit dem von mir gegründeten Verein AMICI e.V. Dann bin ich noch aktiv in der Adventgemeinde Tübingen.

Seit 1988 bin ich in Tübingen behindertenpolitisch aktiv und war und bin maßgeblich beteiligt an einer barrierefreieren Stadt Tübingen. Obwohl wir uns sicher dort noch lange über unser „historisches“ Altstadtpflaster und über einen nicht zugänglichen Bahnhof ärgern, haben wir seit 8 Jahren einen zu 100 % mit Rampen ausgestatteten Busparcours für den städtischen ÖPNV (leider nicht im Kreis Tübingen), sind nahezu alle Kindergärten und auch immer mehr Schulen barrierefrei, sind alle öffentliche Ämter barrierefrei erreichbar und werden sämtliche neue, bauliche Stadtteilprojekte mit unserem gut funktionierendem Koordinationstreffen der Tübinger Behindertengruppen besprochen.

Seit Herbst 2009 die Stadt Tübingen die Barcelonaer Erklärung unterzeichnet. 

Im Dezember 2009 hat mich der Tübinger Gemeinderat als sachkundiger Bürger in den Ausschuss für Wirtschaft, Finanzen und Verwaltung gewählt und ein Jahr vorher bin ich Stellvertreter der Linken im Ortsbeirat Südstadt geworden.

Doch warum möchte ich nun ausgerechnet im Wahlkreis Ravensburg kandidieren ?

Bevor ich 1983 mein Studium in Reutlingen begann, habe ich in Weingarten gewohnt und bin lange Jahre aufgrund meiner Körperbehinderung (kurze Arme und Beine wegen einer Contergan-Schädigung, auf viele Hilfen und einen elektrischen Rollstuhl angewiesen) in Weingarten und Ravensburg im Körperbehinderten-Zentrum Oberschwaben zur Schule gegangen. Später noch in die Edith-Stein-Schule.

Bis heute ärgere ich mich bei den Besuche meiner Eltern, die noch in Weingarten leben, wie wenig in Ravensburg und Weingarten und auch in den Gemeinden drum herum barrierefrei gestaltet wurde und wird.

Im Dezember 2008 wurde ich Mitglied der Linken. Direkter Anlass war die Kindergelderhöhung,  die bei alleinerziehenden Hartz-IV EmpfängerInnen postwendend wieder abgezogen wurden. Zudem wurden und werden seither die Bedingungen für ein selbstbestimmtes und selbständiges Leben behinderter Menschen mit Assistenzbedarf überall immer mehr erschwert.

2009 kandidierte ich für den Kreis und die Gemeinde Tübingen. Leider persönlich erfolglos. Denn in Stadt und Kreis Tübingen ist die Linke schon sehr gut aufgestellt. Doch ich durfte meinen Teil gut beitragen.

Nun suche ich im Kreis Ravensburg einen neuen Wirkungskreis. Ich bin überzeugt, dass meine favorisierten Themen der Linken im Kreis Ravensburg eine Bereicherung sein werden. Denn mein Hauptthema, die Barrierefreiheit für Alle in Allem ist ein Querschnitts-Thema, das nicht nur Menschen mit Lernschwierigkeiten, Körperbehinderte, Blinde und Sehbehinderte, Gehörlose und Schwerhörige und Chronisch Kranke betrifft – nein, das Thema verhilft Allen zu einem besseren und bequemeren Umgang und betrifft vor allem auch Kinder, Jugendliche, Menschen, die viel und schwer tragen müssen, vorübergehende kranke, alte und gebrechliche Menschen und vor allem auch deren Angehörigen. Und so hätten wir nahezu die ganze Bevölkerung wieder mit einbezogen. Das Ziel ist eine inklusive Gesellschaft für Alle, so wie es die Behindertenrechtskonvention der UNO vermittelt.

Meine Themen im Besonderen, aber natürlich nicht ausschließlich, sind deshalb:

Eine Schule für Alle               Kinder und Jugendliche sollten für ihre Entwicklung möglichst lange Zeit Freiräume haben und nicht schon sehr früh eingeengt sein durch allzu spezifische Lernziele. Deshalb ist die Gesamtschule bis zur 10. Klasse (wie es auch in unserem Programmvorschlag steht) mit differenzierten Lernzielen für mich die Optimale. Wenn Kinder von unterschiedlichen Ländern, mit und ohne Behinderungen, verschiedener Religionen und Schichten gemeinsam unterrichtet werden, ist das eine soziale, kulturelle, gesellschaftliche und menschliche Bereicherung für Alle und kein Defizit. Alle Kinder bekommen dadurch eine reelle Entwicklungschance für ihr späteres Leben.

Bildung                                   darf aber nicht nur Kind von Schule, Berufsschule und Hochschule sein. Genauso wichtig sind Möglichkeiten im 2. Bildungsweg über Einrichtungen, Institute und VHS bis hin zu Möglichkeiten eines lebenslangen Lernens

Wohnraum für Alle                Wohnraum ist ein Grundbedürfnis, das immer mehr missachtet wird. Viele können ihn sich nicht mehr leisten, alte und behinderte Menschen finden wenige oder keine barrierefreien Möglichkeiten. So wird Wohnraum dazu benutzt um Auszugrenzen, um Ghettos für Arme (aber auch für Reiche) zu schaffen und alte und behinderte Menschen in Institutionen zu drängen. Das Land muss unbedingt wieder mehr den sozialen Wohnungsbau ankurbeln und die Schaffung von Wohnraum auch privat fördern – unter der Prämisse, dass dieser dann auch als bezahlbarer Wohnraum weiter gereicht wird.

Selbständig und Selbstbestimmt Leben                      Menschen, die einen Unterstützungsbedarf haben, brauchen dafür entsprechende Hilfen und Finanzierungsmöglichkeiten. Alte Menschen können mit ambulanten Hilfen länger zu Hause oder in ihrer Familie leben und ihre Familien sind dadurch entlastet. Menschen mit Behinderungen müssen angemessene Hilfen finanziert und organisiert werden, wenn nötig für die Organisierung ihres Lebens, als Orientierungshilfe, für pflegerische Tätigkeiten, als Assistenz in Freizeit und Beruf. Hierzu benötigen wir ein Gesetz zur sozialen Teilhabe, dass die Behindertenszene schon länger einfordert und dessen Ursprung aus den Federn von Ilja Seifert, MdB die LINKE, kommt.

Als Sofortmaßnahme fordere ich eine massiver Finanzspritze für Pflegeheime, um mehr Pflege- und Assistenzpersonal zur Verfügung stellen zu können, damit Menschenverachtende „satt und sauber Pflege“ sich wandelt in eine bedürfnisorientierte Versorgung. Pflegeberufe müssen gestärkt und besser finanziert werden.

Auf lange Sicht müssen Pflegefabriken als Kapitalanlage verboten und Pflegeheime abgeschafft werden. Dezentrale, kleine Wohneinheiten, selbstbestimmtes Wohnen in der Familie, mit Freunden in der WG, oder aber alleine, vor Allem aber bedarfsorientiert und nach den Vorstellungen der Betroffenen. Nicht weniger verlangt auch die Behindertenrechtskonvention der UNO in ihrem Artikel 19 „Selbstbestimmt Leben und Einbeziehung in die Gemeinschaft“

Soziale Absicherung               Ganz im Gegensatz zur momentanen Sparwut, vor allem an denen, die sowieso nichts haben, sollte es eine viel umfangreichere soziale Absicherung für Kinder, für alleinerziehende Mütter und Väter, für alte, kranke und behinderte Menschen geben. Ich persönlich plädiere für ein Grundgeld auf hohem Niveau für Alle, woraus natürlich eine proportionale Besteuerung ohne Schlupflöcher für Verdiener, gut-Verdiener und sehr-gut-Verdiener erfolgen würde. Das wird noch lange Utopie sein. Bis es soweit ist, muss als Sofortmaßnahme das Arbeitslosengeld II erheblich angehoben werden, Hartz 4 aber bald danach gegen ein besseres soziales Auffangnetz eingetauscht werden. Es gehören neue Arbeitsplätze im öffentlichen Sektor geschaffen und nicht wegen irgendwelcher Sparzwänge abgeschafft. Dienstleistungen und Arbeit müssen sich wieder lohnen, wir brauchen einen Mindestlohn für alle Tätigkeiten.

Dazu bedarf es einer stärkeren Heranziehung von Großbesitz und großem Vermögen sein. Steuern müssen gerechter umgelegt werden auf Verdienst, Besitz, Gewinn und jeglichen Transaktionen im Börsen- und Aktienbereich.

Gesundheit                             Unser momentanes Gesundheitssystem ist marode und total ungerecht. Es ermöglicht, dass sich vor Allem in Deutschland pharmazeutische Großkonzerne eine goldene Nase verdienen, während sich z.B. chronisch Kranke kaum mehr ihre Medikamente und Pflegemittel leisten können. Nur noch privatversicherte alte Menschen bekommen eine angemessene Heil- und Hilfsmittelversorgung.

Dem zu entgegnen sehe ich zwei Wege. Dringend wäre eine Vereinheitlichung der Krankenkasse sowohl in Sachen Leistung UND Bezahlung für Arm und Reich je nach Verdienst und Vermögen des Tätigen Volkes und der Arbeitgeber nötig. Alternativ käme für mich eine steuerfinanzierte Krankenkasse in Frage.

Auf keinen Fall dürfen wir zulassen, dass die Kopfpauschale oder gar ein Vorkassensystem kommt. Das wäre das Aus für eine gerechte Krankenversorgung.

Öffentliche Verkehrsmittel     müssen öfter fahren, den ländlichen Raum besser berücksichtigen, billiger, also für Alle bezahlbar, oder sogar kostenlos sein und vor allem zuverlässig barrierefrei, also für Alle nutzbar werden. Das bedarf  in Baden-Württemberg noch großer Anstrengungen. Schon alleine deshalb verbietet es sich, die Gelder in Stuttgart 21 zu binden. Denn das wäre nur für Wenige förderlich. Inzwischen wird Stuttgart 21 auch immer mehr zu demokratischen Frage mit dem Ergebnis – jetzt Stuttgart 21 erst Recht nicht. Deshalb gilt hier: Oben bleiben !!!

Selbstverständlich bin ich auch gegen Atomkraftwerke und finde die Anbiederung der Atomlobby von unserer momentanen Regierung nur noch widerlich; selbstverständlich müssen wir den Weg raus aus Afghanistan und anderen Kriegsgebieten und hinein in eine funktionierende Friedenspolitik und unterstützende Entwicklungshilfe finden; und so gibt es noch so manches Thema, das hier nicht angesprochen wurde, dennoch aber nicht weniger wichtig ist.

Gemeinsam können wir unseren Teil zu einer neuen Regierung in Baden Württemberg beitragen. Gemeinsam bringen wir die LINKE in den Landtag. Und mit vereinten Kräften können wir es sogar schaffen, aus dem Kreisverband Ravensburg der LINKEN einen Landtagsabgeordneten nach Stuttgart zu schicken. In diesem Sinne würde ich mich freuen, wenn ich bei Euch eine neue, politische Heimat finden würde.

Mit freundlichen Grüßen,

Gotthilf Lorch

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen

Ich bin Gotthilf,

Gotthilf Lorch, geboren im Juni 1961, 4 Monate bevor  Contergan auf dem deutschen Markt verboten wurde.

Als Direktkandidat des Kreisverband Ravensburg DIE LINKE – noch bewerbe ich mich darum –  möchte ich mich der Landtagswahl in Baden Württemberg am 27. März 2011 stellen.

Denn ich möchte in den Landtag von Baden Württemberg.

Mein Programm wird neben dem Landesprogramm und dem Bundesprogramm, das zur Zeit überarbeitet wird, der Partei DIE LINKE auch noch die allmähliche Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der UNO sein. Den ich meine, die Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen kommt in allen Punkten allen Menschen in jeder Lebenssituation zu Gute. Denn Behindertenthemen sind immer Querschnittsthemen.

Mehr dazu bald, heute möchte ich aber mich und meine Anliegen vorstellen.

Übrigens: nicht immer laufe ich so schick durch die Gegend wie auf obigem Bild. Meistens bin ich normal angezogen – das alleine schon wegen meiner Behinderung – es ist einfach bequemer so.

Ich wohne zusammen mit meiner Frau Anița in Tübingen und arbeite dort als Sozialarbeiter für eine kleine Stiftung, der Stiftung Alten und Behindertenhilfe, Weingarten. Ich berate Menschen mit Behinderungen in Angelegenheiten der Pflege, Pflegeversicherung, Assistenz, Hilfsmittelversorgung  und zur Erlangung eines selbstbestimmten und selbständigen Lebens. Nebenher bin ich noch aktiv in der Adventgemeinde Tübingen.

Seit 1988 bin ich in Tübingen behindertenpolitisch aktiv und war und bin maßgeblich beteiligt an einer barrierefreieren Stadt Tübingen. Obwohl wir uns sicher noch lange über unser „historisches“ Altstadtpflaster und über einen nicht zugänglichen Bahnhof ärgern, haben wir seit 8 Jahren einen zu 100 % mit Rampen ausgestatteten Busparcours für den städtischen ÖPNV (leider nicht im Kreis Tübingen), sind nahezu alle Kindergärten und auch immer mehr Schulen barrierefrei, sind alle öffentliche Ämter barrierefrei erreichbar und werden sämtliche neue, bauliche Stadtteilprojekte mit unserem gut funktionierendem Koordinationstreffen der Tübinger Behindertengruppen besprochen.

Seit Herbst 2009 die Stadt Tübingen die Barcelonaer Erklärung unterzeichnet.  

Im Dezember 2009 hat mich der Tübinger Gemeinderat als sachkundiger Bürger in den Ausschuss für Wirtschaft, Finanzen und Verwaltung gewählt und ein Jahr vorher bin ich Stellvertreter der Linken im Ortsbeirat Südstadt geworden.

Doch warum möchte ich nun ausgerechnet im Wahlkreis Ravensburg kandidieren ?

Bevor ich 1983 mein Studium in Reutlingen begann, habe ich Weingarten gewohnt und bin lange Jahre aufgrund meiner Körperbehinderung (kurze Arme und Beine wegen einer Contergan-Schädigung, auf viele Hilfen und einen elektrischen Rollstuhl angewiesen) in Weingarten und Ravensburg im Körperbehinderten-Zentrum Oberschwaben zur Schule gegangen. Später noch in die Edith-Stein-Schule in Ravensburg.

Bis heute ärgere ich mich bei den Besuche meiner Eltern, die noch in Weingarten leben, wie wenig in Ravensburg und Weingarten und auch in den Gemeinden drum herum barrierefrei gestaltet wurde und wird.

Im Dezember 2008 wurde ich Mitglied der Linken. Direkter Anlass war die Kindergelderhöhung,  die bei alleinerziehenden Hartz-IV EmpfängerInnen postwendend wieder abgezogen wurden. Zudem wurden und werden seither die Bedingungen für ein selbstbestimmtes und selbständiges Leben behinderter Menschen mit Assistenzbedarf überall immer mehr erschwert.

2009 kandidierte ich für den Kreis und die Gemeinde Tübingen. Leider persönlich efolglos. Denn in Stadt und Kreis Tübingen ist die Linke schon sehr gut aufgestellt. Doch ich durfte meinen Teil gut beitragen.

Nun suche ich im Kreis Ravensburg einen neuen Wirkungskreis. Ich bin überzeugt, dass meine favorisierten Themen der Linken im Kreis Ravensburg eine Bereicherung sein werden. Denn, man kann es nicht oft genug schreiben,  das Thema barrierefrei ist ein Querschnitts-Thema, das nicht nur Menschen mit Lernschwierigkeiten, Körperbehinderte, Blinde und Sehbehinderte, Gehörlose und Schwerhörige und Chronisch Kranke betrifft – nein, das Thema verhilft Allen zu einem besseren und bequemeren Umgang und betrifft vor allem auch Kinder, Jugendliche, Menschen, die viel und schwer tragen müssen, vorübergehende Kranke, alte und gebrechliche Menschen und vor allem auch deren Angehörigen. Und so hätten wir nahezu die ganze Bevölkerung wieder mit einbezogen. Das Ziel ist eine inklusive Gesellschaft für Alle, so wie es die Behindertenrechtskonvention der UNO vorschreibt.

Meine Themen im Besonderen, aber natürlich nicht ausschließlich, sind deshalb:

Eine Schule für Alle               Kinder und Jugendliche sollten für ihre Entwicklung möglichst lange Freiräume haben und nicht schon sehr früh eingeengt sein durch allzu spezifische Lernziele. Anderssein sollte als soziale, kulturelle, gesellschaftliche und menschliche Bereicherung gesehen werden und nicht als Defizit. Alle Kinder sollten eine reelle Entwicklungschance für ihr späteres Leben erhalten. 

Wohnraum für Alle                Wohnraum ist ein Grundbedürfnis, das immer mehr missachtet wird. Viele können ihn sich nicht mehr leisten, alte und behinderte Menschen finden wenige oder keine barrierefreien Möglichkeiten. So wird Wohnraum dazu benutzt um Auszugrenzen, um Ghettos für Arme (aber auch für Reiche) zu schaffen und alte und behinderte Menschen in Institutionen zu drängen. Das Land muss unbedingt wieder mehr den sozialen Wohnungsbau ankurbeln und die Schaffung von Wohnraum auch privat fördern – unter der Prämisse, dass dieser dann auch als bezahlbarer Wohnraum weiter gereicht wird.

Öffentliche Verkehrsmittel sollten öfter fahren, den ländlichen Raum besser berücksichtigen, billiger, also für Alle bezahlbar, sein und vor allem zuverlässig barrierefrei, also für Alle nutzbar werden.

Soziale Absicherung              Ganz im Gegensatz zur momentanen Sparwut, vor allem an denen, die sowieso nichts haben, sollte es eine viel umfangreichere soziale Absicherung für Kinder, für alleinerziehende Mütter und Väter, für alte, kranke und behinderte Menschen geben. Ich persönlich plädiere für ein Grundgeld auf hohem Niveau für Alle, woraus natürlich eine proportionale Besteuerung ohne Schlupflöcher für Verdiener, gut-Verdiener und sehr-gut-Verdiener erfolgen würde. Das wird noch lange Utopie sein. Keine Utopie darf aber die stärkere Heranziehung von Großbesitz und großem Vermögen. Damit jede/r wenigstens prozentual gleich beteiligt wird an der sozialen Absicherung, der Gesundheitsabsicherung und er Absicherung von allgemeinen Lebensgefahren.

Kopfpauschalen und Abschiebungen in institutionelle Abhängigkeiten haben hier keinen Platz.

Im Moment muss das genügen. Schon bald werde ich allerdings auf diese und auch auf andere Themen näher und differenzierter eingehen. Dann hoffe, ich, mit möglichst Vielen in die Diskussion einsteigen zu können.

Bis dahin solidarische Grüße und alles Gute

Euer

Gotthilf Lorch

Ach ja, wer mich näher kennenlernen möchte, kann das auch in einer Ferienreise nach Rumänien tun. Mehr dazu in http://www.amici-tue.de/deutsch/Freizeit.html

Veröffentlicht unter Uncategorized | Kommentar hinterlassen